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Peptid-Profil

GHK-Cu — Das Tripeptid-Kupfer-Chelat

GHK-Cu ist ein natürlich vorkommendes Tripeptid-Kupfer-Chelatkomplex mit einer der höchsten Kupfer-Bindungsaffinitäten unter den biologischen Peptiden. Koordinationschemie, Stabilitätskonstante und Forschungskontext.

Pepwerk Wissen
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6 Min. Lesezeit
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Nur für Forschungszwecke

Was ist GHK-Cu?

GHK-Cu (Glycyl-L-Histidyl-L-Lysin-Kupfer(II)-Komplex) ist ein natürlich vorkommendes Tripeptid das im menschlichen Plasma, Speichel und Urin identifiziert wurde. Es besteht aus den drei Aminosäuren Glycin, Histidin und Lysin und bildet mit Kupfer(II)-Ionen einen stabilen Chelatkomplex.

Parameter Wert
Sequenz Gly-His-Lys · Cu²⁺
Molekulargewicht 403,9 g/mol
CAS-Nummer 49557-75-7
Stabilitätskonstante log₁₀ = 16,44 — eine der höchsten unter biologischen Peptiden

Koordinationschemie

Die außergewöhnlich hohe Kupfer-Bindungsaffinität von GHK-Cu (Stabilitätskonstante log₁₀ = 16,44) ist auf die koordinative Geometrie des Peptids zurückzuführen. Der Histidinrest mit seinem Imidazolring-Stickstoff, die N-terminale Aminogruppe des Glycins und die Peptidbindungs-Stickstoffatome bilden gemeinsam eine tetraedrische Koordinationsgeometrie um das Cu²⁺-Ion.

Diese Koordination ist so stabil, dass GHK-Cu in physiologischen Pufferlösungen und bei physiologischem pH-Wert (7,4) als intakter Komplex vorliegt. Die hohe thermodynamische Stabilität macht GHK-Cu zu einem interessanten Modellkomplex für die bioanorganische Koordinationschemie.

Wichtig

GHK-Cu ist sowohl als Tripeptid (ohne Kupfer) als auch als Kupfer-Chelatkomplex erhältlich. Für Forschungsanwendungen die die Kupfer-Koordinationschemie untersuchen ist der Komplex (GHK-Cu) relevant. Beide Formen haben unterschiedliche analytische Profile im CoA.

Dokumentierte Forschungsbereiche

GHK-Cu wurde in zahlreichen präklinischen Modellen untersucht. Dokumentierte Forschungsbereiche umfassen:

  • MMP-Signaltransduktion — Matrix-Metalloproteinase-Regulation in Zellkulturmodellen
  • Kollagensynthese-Signalwege — Fibroblastenkulturen und extrazelluläre Matrix
  • Antioxidative Kapazität — Zellkulturmodelle für oxidativen Stress
  • Kupfer-Homöostase — Kupfertransport und -regulation in Zellmodellen
  • Wachstumsfaktor-Signalwege — FGF, VEGF und TGF-β in Zellkulturen

Natürliches Vorkommen und Serumspiegel

GHK-Cu kommt natürlich im menschlichen Organismus vor. Im Blutplasma wurden Konzentrationen von ca. 200 ng/ml bei jungen Erwachsenen gemessen — dieser Wert nimmt mit dem Alter ab. Das Peptid wurde auch in Speichel, Urin und in der extrazellulären Matrix verschiedener Gewebe identifiziert.

Die natürliche Präsenz im menschlichen Organismus macht GHK-Cu zu einem interessanten Forschungsobjekt für die Untersuchung von Kupfer-Peptid-Interaktionen unter physiologischen Bedingungen.

Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich der wissenschaftlichen Information. Er stellt keine medizinische Beratung dar. GHK-Cu ist kein zugelassenes Arzneimittel und ausschließlich für Forschungszwecke in autorisierten Laborumgebungen bestimmt.

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