Was ist ein CoA?
Ein Certificate of Analysis (CoA) — auf Deutsch: Analysezertifikat — ist ein Dokument das die Ergebnisse einer analytischen Prüfung einer Substanz festhält. Im Kontext von Forschungspeptiden dokumentiert der CoA typischerweise Reinheit, Identität und weitere analytische Parameter einer spezifischen Produktionscharge.
Entscheidend ist dabei: Ein CoA ist nur dann aussagekräftig, wenn er von einem unabhängigen, akkreditierten Drittlabor ausgestellt wurde — nicht vom Hersteller selbst. Ein selbst ausgestelltes CoA hat keinen unabhängigen Beweiswert.
Was steht in einem CoA?
Ein vollständiger CoA für ein Research-Peptid enthält typischerweise folgende Angaben:
| Parameter |
Bedeutung |
| Produktname & Sequenz |
Identifikation der Verbindung, Aminosäuresequenz |
| Chargennummer |
Eindeutige Identifikation der analysierten Produktionscharge |
| Reinheit (HPLC) |
Prozentualer Anteil der Zielverbindung — gemessen per HPLC-UV |
| Molekulargewicht |
Bestätigung per Massenspektrometrie (MS) |
| Analysemethode |
HPLC-UV, MS, NMR oder Kombination |
| Analyselabor & Datum |
Name des ausstellenden Labors und Analysedatum |
Wichtig
Ein CoA ist immer chargenspezifisch. Er gilt ausschließlich für die analysierte Charge — nicht für alle Produkte eines Anbieters. Ein einmal ausgestellter CoA sagt nichts über spätere Chargen aus.
Wie liest man einen Reinheitswert?
Der Reinheitswert im CoA — typischerweise angegeben als Prozentzahl wie „≥98%“ — gibt an, welcher Anteil der gemessenen Substanz auf die Zielverbindung entfällt. Bei einer HPLC-UV-Analyse wird die Peakfläche der Zielverbindung ins Verhältnis zur Gesamtpeakfläche gesetzt.
Was bedeutet das konkret?
- →≥98% — hohe analytische Reinheit, Standard für Research-Grade Peptide
- →95–97% — akzeptabel für viele Forschungsanwendungen, aber nicht Research-Grade Standard
- →Unter 95% — für präzise Forschungsanwendungen in der Regel nicht geeignet
Warum ist der CoA für Research-Peptide unverzichtbar?
Im Research-Peptid-Markt gibt es keine regulatorische Pflicht zur unabhängigen Qualitätsprüfung. Das bedeutet: Ohne CoA von einem unabhängigen Labor gibt es keinen verifizierten Nachweis über Reinheit oder Identität einer Verbindung.
Für die Reproduzierbarkeit von Forschungsergebnissen ist die Chargenqualität jedoch entscheidend. Variationen in Reinheit oder Verunreinigungen können Ergebnisse in Zellkultur- und präklinischen Modellen signifikant beeinflussen.
Ein chargenspezifischer CoA von einem akkreditierten Drittlabor ist daher nicht nur ein Qualitätsmerkmal — er ist die Grundvoraussetzung für wissenschaftlich belastbare Forschung mit synthetischen Peptiden.
CoA bei Pepwerk
Pepwerk veröffentlicht für jede freigegebene Charge ein chargenspezifisches CoA — ausgestellt von einem unabhängigen akkreditierten Labor in Deutschland. Die Dokumente sind öffentlich in der CoA-Bibliothek einsehbar und enthalten HPLC-UV Reinheitswerte sowie Massenspektrometrie-Bestätigung der Molekülidentität.
Chargen die unsere Mindestreinheit von ≥98% nicht erreichen werden nicht freigegeben und nicht verkauft.